2. Ausgabe: März 2016

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Michael Roslon – Wege der Kommunikationsforschung – Grundzüge der Methodologie quantitativer und qualitativer Forschung

Um etwas über Kommunikation, über ihre Bedingungen, ihren Verlauf, ihre Ursachen, ihre Konsequenzen oder Effekte zu erfahren, ist es unerlässlich, sich der sozialen Wirklichkeit empirisch zuzuwenden, d.h. diese zu erforschen. Vor Beginn einer empirischen Forschung steht jede(r) Forschende vor der Frage, welche Methode für das jeweilige Forschungsanliegen geeignet und angemessen ist. Vor diesem Hintergrund stellt der vorliegende Artikel eine Antwort auf die Frage dar, unter welchen Bedingungen das quantitative bzw. das qualitative Forschungsparadigma, aus methodologischen Gründen, für welches empirische Forschungsinteresse gewählt werden sollte.

Stefan Gröner – Digitale Disruption: Ende oder Chance für die Zeitschriftenindustrie?

Seitdem die digitale Disruption seit Anfang der 90er Jahre das Geschäftsmodell der Zeitschriftenverlage zum ersten Mal seit ihrem Bestehen dramatisch verändert, befindet sich die Zeitschriftenindustrie in der größten strukturellen Krise ihres Bestehens. In der Konsequenz müssen sich die Zeitschriftenverlage intensiv mit der Bewältigung der, durch die Digitalisierung herbeigeführten, Herausforderungen beschäftigen. Gleichzeitig müssen sie sich mehr denn je der optimalen Befriedigung der Zielgruppenbedürfnisse ihrer Leser widmen. Vor diesem Hintergrund behandelt der vorliegende Artikel die Frage, ob die digitale Disruption das Ende oder aber eine große Chance für die Zeitschriftenverlage in ihrer heutigen Form darstellt.

Jan Rommerskirchen – Kooperation, Kontingenz und die dunkle Materie – ein Essay über das Problem der sozialen Welt

Obwohl die Freiheit des Willens und damit die Verantwortlichkeit des Menschen für seine Handlungen – aus neuropsychologischer Sicht – wieder sichergestellt sind, stellt sich dennoch die Frage, ob der Mensch nun tatsächlich gänzlich frei in seinem Willen und seinen Handlungen ist. Der vorliegende Artikel untersucht, wie Kooperationen durch zumindest ähnliche Intentionen entstehen und unter kontingenten Rahmenbedingungen zu gemeinsamen Handlungen und Zielen führen können, wie frei oder wie determiniert Menschen hierbei sind, worauf sich ihre Intentionen beziehen und welche Rolle die sogenannte soziale Welt dabei spielt.

Jennifer Büdinger – Große Namen für große Marken

Vor dem Hintergrund ausgeschöpfter Märkte und zunehmender Austauschbarkeit von Markenprodukten wird das Markenmanagement immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, um sich auf dem Markt gegen den Wettbewerb zu behaupten. Hinsichtlich einer Differenzierung gegenüber der Konkurrenz kommt besonders der Einsatz von Testimonials in Werbemaßnahmen zum Tragen. Der vorliegende Fachartikel befasst sich mit der Frage, welche Auswirkungen Multiple Brand Endorsement in der Werbung – also das Einsetzen eines Testimonials für verschiedene Marken – auf Rezipienten hat. Die Fragestellung wird am Beispiel von Sporttestimonials untersucht.

Carmen Maria Gaukel – Interaktion und Partizipation im Social Web

Die, durch die Digitalisierung herbeigeführte, verstärkte Verschmelzung von Medien und Kultur resultieren für den Einzelnen in neuen Formen und Möglichkeiten der Mitgestaltung der Gesellschaft. Die aktuellen Medienstrukturen ermöglichen einen Übergang von der reinen Rezeption medialer Inhalte, hin zu Aktivitäten, die in einem weiteren Verständnis von Partizipation als mediale Form der Beteiligung bezeichnet werden können. Dieser Fachartikel beschäftigt sich mit der Frage, was unter Partizipation im Social Web verstanden werden kann und ob diese Art der Beteiligung Gemeinsamkeiten zur konventionellen Bedeutung des Partizipationsbegriffes als Gestaltungsprinzip des gesellschaftlich-politischen Raumes aufweist.

Jana Grund – Analyse und Bewertung organisatorischer Gestaltungsmaßnahmen vor dem Hintergrund erfolgreicher Marktkommunikation

Telekommunikationsanbieter expandieren mehr und weiter weg vom ursprünglichen Geschäftsmodell des Mobilfunks und ggf. auch der Festnetztelefonie in neue Geschäftsfelder. Diese beinhalten unter anderem auch „Rundum-Pakete“ für Unternehmen verschiedener Größen, wobei Unternehmen, die nicht klassischen privatwirtschaftlichen Unternehmen entsprechen, wie bspw. öffentliche Auftraggeber, eine besondere Stellung einnehmen. Im öffentlichen Segment sind umfangreiche Ausschreibungsverfahren die Regel. Entscheider bzw. Verantwortliche im öffentlichen Dienst unterscheiden sich in ihren Zielsetzungen und Freiheitsgraden von Managern in Industrieunternehmen. Darauf aufbauend wird in dem vorliegenden Fachartikel untersucht, wie organisatorische Gestaltungsmaßnahmen vorgenommen werden können, um die Kommunikation mit und für öffentliche Auftraggeber von Telekommunikationsanbietern zu optimieren.

Alina Lux – Fit for work? Eine kommunikationswissenschaftliche Untersuchung über Bedingungen und Möglichkeiten gesundheitsförderlichen Handelns am Arbeitsplatz

Flexibilität, Wandel, moderne Gebäudekomplexe und schnelle Prozesse prägen heute die Unternehmenskultur erfolgreicher Organisationen. Fraglich ist, ob die genannten Aspekte pauschal als positiv erachtet werden können. Dieser Fachartikel gibt einen Überblick darüber, wie sich neuartige Arbeitswelten und flexible, sich schnell wandelnde, soziale Umwelten auf das wichtigste Kapital einer jeden Organisation auswirken – den Arbeitnehmer und seine Gesundheit.

Susanna Rasch – Die Macht der Marke: Zwischen Konsument und Prosument

Der vorliegende Fachartikel untersucht die Treiber, Ausprägungen und Auswirkungen der Emanzipation des einst passiven Konsumenten zu einem aktiven Prosumenten. Unter Einbeziehung kommunikationswissenschaftlich-akademischer Ansätze, in Rückbezug auf soziologische Theorien und gestützt auf neun Experteninterviews, werden mögliche Strategien für die Neuausrichtung von Markenkommunikation identifiziert.

Jane Marie Scheider – Marke zwischen Emotion und Kalkül

Eine Marke stellt ein vielschichtiges, von Unternehmen und Konsumenten mit Bedeutung angereichertes, Konstrukt dar, welches in der heutigen Gesellschaft zunehmend als Anker und Orientierungshilfe fungiert. Menschen treten verstärkt in Beziehungen mit Marken, wobei Vertrauen und Zufriedenheit zentrale Bestandteile dieser Bindung darstellen. In diesem Fachartikel wird untersucht, wie Vertrauen und Zufriedenheit in der Gesellschaft innerhalb kommunikativer Prozesse konstruiert werden, welche emotionalen Erfahrungen oder rationalen Entscheidungen dem zugrunde liegen und ob die Marke dabei tatsächlich zwischen rational geprägter Zufriedenheit und emotional geprägtem Vertrauen einzuordnen ist.

Julius Wedel – Politische Kommunikation zwischen Kultur und Recht

Symbole übernehmen in der Vermittlung von Bedeutungen eine wichtige Funktion in Gesellschaften. In der wissenschaftlichen Diskussion bestehen unterschiedliche Symbolbegriffe, die jeweils Auswirkungen auf die politische Kommunikation haben. Der vorliegende Artikel untersucht, welche Rolle Symbole in der politischen Kommunikation für Kommunitaristen und Liberale spielen und nimmt anschließend eine Bewertung dieser anhand der Gerechtigkeitsgrundsätze einer Gesellschaft vor.