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Hier finden Sie alle Artikel der letzten Ausgaben im Überblick:

Jan Rommerskirchen – Was ist korporative Kommunikation? Grundriss einer Phänomenologie

Was ist eine Korporation und was ist deren Kommunikationsmodus? Zum Verständnis der Kommunikation von Korporationen werden zwei Theoriemodelle skizziert, die eine Untersuchung von Phänomenen der Praxis, einerseits aus der Perspektive der funktional-strukturellen Systemtheorie (Korporationen als Kommunikationssysteme), und andererseits aus der Perspektive des Pragmatismus (Korporationen als Bedeutungsgeneratoren) beschreiben.

Hanna Grempe – Die Moralisierung der Politik

Obwohl es Skandale um Politiker schon immer gab, gehören diese heute mehr als zuvor zu den täglichen Debatten unserer Gesellschaft. Dies deutet auf eine verstärkte Moralisierung und auf eine Veränderung des Verständnisses von politischer und moralischer Verantwortung in der Gesellschaft hin, die in diesem Fachartikel untersucht wird.

Luisa Hofmann – Moralisierung des Konsums

Welche Auswirkungen hat die zunehmende Moralisierung des Konsums? Neben der Betrachtung von theoretischen Hintergründen werden die moralische Macht der Konsumenten sowie das strategische Kaufverhalten erforscht, welches sich in einer erhöhten Nachfrage an nachhaltigen oder fair gehandelten Lebensmitteln äußert. Im Beitrag wird untersucht wie sich die Macht der Konsumenten in einem moralisierten Markt verändert.

Juliette Kronauer – Die Ambivalenz von Vertrauen und Macht

Der Alltag eines Menschen ist sowohl von Situationen der Machtausübung als auch von Vertrauenskonflikten geprägt. Eine entscheidende Rolle spielen Macht und Vertrauen in der strategischen Kommunikation, was sich insbesondere auf die Medien und die Politik übertragen lässt.

Anna Pluymakers – Die Nullgrenzkostengesellschaft

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Sharing Economy beziehungsweise der Null-Grenzkosten-Gesellschaft, eine Gesellschaftsformation, die Jeremy Rifkin in seinem gleichnamigen Buch konzipiert. Im Beitrag wird untersucht, welche soziologischen und ethischen Konsequenzen eine derartige Gesellschaft und Wirtschaft mit sich bringen würden.

Anna-Lena Sieberts – Gute Marken vs. böse Marken – Die moralische Wahrnehmung von Product Placements in TV-Serien

Die Wahrnehmung von Marken bei Jugendlichen kann durch Product Placement in Serien möglicherweise gezielt beeinflusst werden. Der Beitrag befasst sich mit der Frage, wie sich das in Serien gezeigte Verhalten der Charaktere auf Grund von medienpsychologischen und soziologischen Effekten auf die Markenidentität und -wahrnehmung auswirken.

Lukas Wandke – Das Öffentliche des Privaten

Im Beitrag geht es um die Frage ob Personen des öffentlichen Lebens auf dem sozialen Netzwerk Facebook eine „dritte“ Bühne bilden und welche Form des Selbst dort inszeniert wird. Vor dem Hintergrund der soziologischen Arbeiten von Erwing Goffman, George Herbert Mead und Pierre Bourdieu wird die strategische Inszenierung des Privaten durch Personen des öffentlichen Lebens untersucht.

Isabel Wickert – Co-Branding

Kooperationen gewinnen an immer mehr Relevanz für Unternehmen. Warum aber gehen Marken Kooperationen ein? Zur Beantwortung dieser Frage werden theoretische Erklärungsansätze, wie die Spieltheorie, die Transaktionskostentheorie und die Principal-Agent-Theory, an praktischen Beispielen untersucht. Im Beitrag werden die Unternehmen zur Beantwortung dieser Frage als kooperierende oder defektierende Spieler, als Transaktionspartner und als Partner unterschiedlicher Informationsstände untersucht.

Sabine Wirtz – Reputation und Markenwert

Der Beitrag untersucht das Phänomen der Reputation und versucht zu erklären, wie diese den Wert einer Marke beeinflusst. Da in der Praxis bislang weder ein eindeutiges Konzept noch eine homogene Verwendung des Reputationsbegriffes vorliegt, bietet der Beitrag einen Ansatzpunkt für dessen Rekonstruktion.

Michael Roslon – Wege der Kommunikationsforschung – Grundzüge der Methodologie quantitativer und qualitativer Forschung

Um etwas über Kommunikation, über ihre Bedingungen, ihren Verlauf, ihre Ursachen, ihre Konsequenzen oder Effekte zu erfahren, ist es unerlässlich, sich der sozialen Wirklichkeit empirisch zuzuwenden, d.h. diese zu erforschen. Vor Beginn einer empirischen Forschung steht jede(r) Forschende vor der Frage, welche Methode für das jeweilige Forschungsanliegen geeignet und angemessen ist. Vor diesem Hintergrund stellt der vorliegende Artikel eine Antwort auf die Frage dar, unter welchen Bedingungen das quantitative bzw. das qualitative Forschungsparadigma, aus methodologischen Gründen, für welches empirische Forschungsinteresse gewählt werden sollte.

Stefan Gröner – Digitale Disruption: Ende oder Chance für die Zeitschriftenindustrie?

Seitdem die digitale Disruption seit Anfang der 90er Jahre das Geschäftsmodell der Zeitschriftenverlage zum ersten Mal seit ihrem Bestehen dramatisch verändert, befindet sich die Zeitschriftenindustrie in der größten strukturellen Krise ihres Bestehens. In der Konsequenz müssen sich die Zeitschriftenverlage intensiv mit der Bewältigung der, durch die Digitalisierung herbeigeführten, Herausforderungen beschäftigen. Gleichzeitig müssen sie sich mehr denn je der optimalen Befriedigung der Zielgruppenbedürfnisse ihrer Leser widmen. Vor diesem Hintergrund behandelt der vorliegende Artikel die Frage, ob die digitale Disruption das Ende oder aber eine große Chance für die Zeitschriftenverlage in ihrer heutigen Form darstellt.

Jan Rommerskirchen – Kooperation, Kontingenz und die dunkle Materie – ein Essay über das Problem der sozialen Welt

Obwohl die Freiheit des Willens und damit die Verantwortlichkeit des Menschen für seine Handlungen – aus neuropsychologischer Sicht – wieder sichergestellt sind, stellt sich dennoch die Frage, ob der Mensch nun tatsächlich gänzlich frei in seinem Willen und seinen Handlungen ist. Der vorliegende Artikel untersucht, wie Kooperationen durch zumindest ähnliche Intentionen entstehen und unter kontingenten Rahmenbedingungen zu gemeinsamen Handlungen und Zielen führen können, wie frei oder wie determiniert Menschen hierbei sind, worauf sich ihre Intentionen beziehen und welche Rolle die sogenannte soziale Welt dabei spielt.

Jennifer Büdinger – Große Namen für große Marken

Vor dem Hintergrund ausgeschöpfter Märkte und zunehmender Austauschbarkeit von Markenprodukten wird das Markenmanagement immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, um sich auf dem Markt gegen den Wettbewerb zu behaupten. Hinsichtlich einer Differenzierung gegenüber der Konkurrenz kommt besonders der Einsatz von Testimonials in Werbemaßnahmen zum Tragen. Der vorliegende Fachartikel befasst sich mit der Frage, welche Auswirkungen Multiple Brand Endorsement in der Werbung – also das Einsetzen eines Testimonials für verschiedene Marken – auf Rezipienten hat. Die Fragestellung wird am Beispiel von Sporttestimonials untersucht.

Carmen Maria Gaukel – Interaktion und Partizipation im Social Web

Die, durch die Digitalisierung herbeigeführte, verstärkte Verschmelzung von Medien und Kultur resultieren für den Einzelnen in neuen Formen und Möglichkeiten der Mitgestaltung der Gesellschaft. Die aktuellen Medienstrukturen ermöglichen einen Übergang von der reinen Rezeption medialer Inhalte, hin zu Aktivitäten, die in einem weiteren Verständnis von Partizipation als mediale Form der Beteiligung bezeichnet werden können. Dieser Fachartikel beschäftigt sich mit der Frage, was unter Partizipation im Social Web verstanden werden kann und ob diese Art der Beteiligung Gemeinsamkeiten zur konventionellen Bedeutung des Partizipationsbegriffes als Gestaltungsprinzip des gesellschaftlich-politischen Raumes aufweist.

Jana Grund – Analyse und Bewertung organisatorischer Gestaltungsmaßnahmen vor dem Hintergrund erfolgreicher Marktkommunikation

Telekommunikationsanbieter expandieren mehr und weiter weg vom ursprünglichen Geschäftsmodell des Mobilfunks und ggf. auch der Festnetztelefonie in neue Geschäftsfelder. Diese beinhalten unter anderem auch „Rundum-Pakete“ für Unternehmen verschiedener Größen, wobei Unternehmen, die nicht klassischen privatwirtschaftlichen Unternehmen entsprechen, wie bspw. öffentliche Auftraggeber, eine besondere Stellung einnehmen. Im öffentlichen Segment sind umfangreiche Ausschreibungsverfahren die Regel. Entscheider bzw. Verantwortliche im öffentlichen Dienst unterscheiden sich in ihren Zielsetzungen und Freiheitsgraden von Managern in Industrieunternehmen. Darauf aufbauend wird in dem vorliegenden Fachartikel untersucht, wie organisatorische Gestaltungsmaßnahmen vorgenommen werden können, um die Kommunikation mit und für öffentliche Auftraggeber von Telekommunikationsanbietern zu optimieren.

Alina Lux – Fit for work? Eine kommunikationswissenschaftliche Untersuchung über Bedingungen und Möglichkeiten gesundheitsförderlichen Handelns am Arbeitsplatz

Flexibilität, Wandel, moderne Gebäudekomplexe und schnelle Prozesse prägen heute die Unternehmenskultur erfolgreicher Organisationen. Fraglich ist, ob die genannten Aspekte pauschal als positiv erachtet werden können. Dieser Fachartikel gibt einen Überblick darüber, wie sich neuartige Arbeitswelten und flexible, sich schnell wandelnde, soziale Umwelten auf das wichtigste Kapital einer jeden Organisation auswirken – den Arbeitnehmer und seine Gesundheit.

Susanna Rasch – Die Macht der Marke: Zwischen Konsument und Prosument

Der vorliegende Fachartikel untersucht die Treiber, Ausprägungen und Auswirkungen der Emanzipation des einst passiven Konsumenten zu einem aktiven Prosumenten. Unter Einbeziehung kommunikationswissenschaftlich-akademischer Ansätze, in Rückbezug auf soziologische Theorien und gestützt auf neun Experteninterviews, werden mögliche Strategien für die Neuausrichtung von Markenkommunikation identifiziert.

Jane Marie Scheider – Marke zwischen Emotion und Kalkül

Eine Marke stellt ein vielschichtiges, von Unternehmen und Konsumenten mit Bedeutung angereichertes, Konstrukt dar, welches in der heutigen Gesellschaft zunehmend als Anker und Orientierungshilfe fungiert. Menschen treten verstärkt in Beziehungen mit Marken, wobei Vertrauen und Zufriedenheit zentrale Bestandteile dieser Bindung darstellen. In diesem Fachartikel wird untersucht, wie Vertrauen und Zufriedenheit in der Gesellschaft innerhalb kommunikativer Prozesse konstruiert werden, welche emotionalen Erfahrungen oder rationalen Entscheidungen dem zugrunde liegen und ob die Marke dabei tatsächlich zwischen rational geprägter Zufriedenheit und emotional geprägtem Vertrauen einzuordnen ist.

Julius Wedel – Politische Kommunikation zwischen Kultur und Recht

Symbole übernehmen in der Vermittlung von Bedeutungen eine wichtige Funktion in Gesellschaften. In der wissenschaftlichen Diskussion bestehen unterschiedliche Symbolbegriffe, die jeweils Auswirkungen auf die politische Kommunikation haben. Der vorliegende Artikel untersucht, welche Rolle Symbole in der politischen Kommunikation für Kommunitaristen und Liberale spielen und nimmt anschließend eine Bewertung dieser anhand der Gerechtigkeitsgrundsätze einer Gesellschaft vor.

Michael Roslon – Wirkung in der Unternehmenskommunikation: Zwischen Erklären, Verstehen und Verständigung

Unternehmen interessieren sich für die Frage, ob ihre Kommunikationsmaßnahmen erfolgreich sind. Als Erfolg werden häufig harte ökonomische Größen wie der Customer oder der Shareholder Value verstanden, allerdings stellt es einen Kurzschluss dar zu glauben, dass kommunikative Kaufanreize oder –appelle direkt wirken und Kaufhandlungen evozieren (können). Aufbauend auf dieser Feststellung untersucht der vorliegende Artikel, inwiefern die drei paradigmatischen Wirkungsbegriffe des erklärenden, sowie des verstehens- und des verständigungsorientierten Wirkungsbegriffes aneinander anschlussfähig sind und welche Art von Wirkungen jeweils unterstellt wird.

Miriam Arnoldy – Was ist eine gute Geschichte?

Der vorliegende Fachartikel beschäftigt sich im Zusammenhang des Storytellings mit der Relation zwischen differentieller Kundenpsychologie und Elementen der Narratologie. Bei dem Beitrag handelt es sich um eine Pionierarbeit, die erstmalig eine Lücke zwischen beiden bestehenden Forschungsfeldern schließt. Es wird primär die Frage beantwortet, welche Anforderungen eine gute Geschichte erfüllen muss und ob die Persönlichkeit von Konsumenten ihre Präferenzen gegenüber spezifischen Elementen von Geschichten beeinflusst.

Christiane Baumert – Die Rolle von Marken in der Lebenswelt

Der Artikel stellt heraus, welche Arten von Beziehungen Menschen zu einer Marke haben und welche Faktoren der Lebenswelt diese beeinflussen. Im Fokus steht der Zusammenhang zwischen individuellen Strukturen der Lebenswelt und der Entstehung von Beziehungen, wobei der Markenbegriff innerhalb der Lebenswelt neu kontextualisiert wird. Anhand einer Zusammenführung von grundlagentheoretischen Ausführungen wird im weiteren Verlauf analysiert, inwiefern die beiden unterschiedlichen Konzepte der Marke und der Lebenswelt aneinander angelehnt werden können.

Andreas Kohn – Die Macht der Meinung in sozialen Medien

Dass den Meinungen von Videoproduzenten auf der sozialen Plattform Youtube eine ganz besondere Macht zukommt, liegt daran, dass gerade junge Rezipienten sie nach aktuellen Studien für besonders vertrauenswürdig halten. Der vorliegende Artikel exploriert, warum dieses Vertrauen zustande kommt. Dazu werden zunächst theoretische Hintergründe aus der Kommunikationswissenschaft sowie der Soziologie und der Psychologie analysiert, um im Anschluss daran mit Hilfe von qualitativen Interviews die Gründe für die Entstehung von Vertrauen in Youtube Influencer zu untersuchen.

Felix Landwehr – Fußball zwischen Authentizität und Konsum

Ziel des vorliegenden Artikels ist es, den authentischen Fußball in seiner Gesamtheit zu definieren und diesen, unter Berücksichtigung der Kommerzialisierung, hinsichtlich etwaiger Einflüsse zu untersuchen. Im Fokus steht die Frage, inwiefern der Fußball durch seinen zunehmend kommerziellen Charakter an Authentizität verliert. Um diese Frage beantworten zu können, werden neben Identitätstheorien von Mead, Goffman und Erikson auch spiel- und sporttheoretische Aspekten von Huizinga, Sutton-Smith und Elias/Dunning, sowie eventsoziologischen Grundlagen von Gebhardt und Hitzler untersucht. Zusätzlich werden im Rahmen einer qualitativen Forschungsanalyse die Ergebnisse von Gruppendiskussionen zur Beantwortung der Fragestellung herangezogen.

Carina Martinetz – Meine Marke – Ist es Liebe?

Der vorliegende Fachartikel stellt eine Auseinandersetzung mit der Frage dar, inwiefern Menschen in intensiven parasozialen Konsumenten-Marken-Beziehungen äquivalent zu interpersonellen Beziehungen Emotionen wie Liebe gegenüber einer Marke empfinden. Im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses steht darüber hinaus, ob hierbei Unterschiede zwischen nutzen- und normenorientierten Konsumenten auszumachen sind. Zur Klärung der Fragestellung wird, aufbauend auf einer quantitativen Vorstudie zur Akteurtypologisierung, eine qualitative Erhebung in Form von Einzelinterviews durchgeführt.

Laura Opolka – Zwischen Freiheit und Macht – Markenbeziehungen im Kulturkapitalismus

Der vorliegende Fachartikel ist der Frage gewidmet, ob das von Jeremy Rifkin skizzierte Zeitalter des Kulturkapitalismus das Versprechen auf Freiheit, das dem wirtschaftlichen Wandel hin zum Kapitalismus anfangs innewohnte, tatsächlich einlöst. Die Einflussnahme instrumentalisierter parasozialer Beziehungen auf die Identitätsbildung von Individuen wird hinsichtlich einer kulturkapitalistischen Machtausübung untersucht und auf Herrschaftskonzepte übertragen. Das vermeintlich freie Individuum wird als geformter Unterstützer des herrschenden Systems durchleuchtet.

Kathinka Tessa Telesio – Reputation und Resilienz von Marken

Wieso überstehen einige Marken Krisen beinah unbeschadet und wieso halten gleichgestellte Marken bei ähnlicher Krisensituation dieser nicht Stand? Ausgehend von dieser Fragestellung befasst sich der folgende Artikel mit einem Transfer des aus der Psychologie stammenden Begriffes der Resilienz auf Marken. Zentrales Thema ist der Zusammenhang zwischen der Reputation und der Resilienz von Marken, wobei die Annahme, dass eine Korrelation zwischen beiden Phänomenen vorliegt, anhand einer quantitativen Untersuchung erforscht wird.